Die Duoausstellung Between Light & Shadow, kuratiert von Paula Marschalek, setzt neue künstlerische Arbeiten von Michaela Putz und Hessam Samavatian in Dialog zueinander. Auf verschiedenen inhaltlichen Ebenen greift die Präsentation die Dialektik von Licht und Schatten, Leben und Sterben sowie Sichtbarmachen und Verschwinden auf und untersucht dabei die tiefgreifende Dimension der Produktionsbedingungen von fotografischen Wirklichkeiten.
Beide Kunstschaffenden arbeiten mit dieser Technik unkonventionell und interpretieren die daraus resultierenden Möglichkeiten neu. So ist es spannend zu sehen, wie die Bedeutung der Fotografe im zeitgenössischen Diskurs weitergedacht wird sowie unterschiedliche Ergebnisse und Theorien zulässt.

Michaela Putz beschäftigt sich mit der Beziehung zwischen Erinnerungen und digitalen Bildern sowie die Wechselwirkungen zwischen Technologie, Natur und Erinnerung.

Hessam Samavatian hinterfragt in seinen poetischen Werken technische Anforderungen als auch wissenschaftliche Beiträge zur Fotografie.

Die Idee eine gemeinsame Ausstellung zu realisieren, gibt es schon länger. Gut zwei Jahre wurde das Projekt geplant. Die ersten Gespräche fanden 2021 statt und nach einem Jahr wurde 2022 Nägel mit Köpfen gemacht, ehe es von Mai bis Juni 2023 in die Tat umgesetzt wurde. Der gemeinsame Nenner sowie die der Ausstellung zugrundeliegende Thematik waren relativ schnell klar. Das übergreifende Thema soll sich Räumen, die im Zwischen der Dinge liegen, widmen: Zwischenräume. Angesiedelt sind diese in einem Bereich zwischen Licht und Schatten, Leben und Sterben sowie dem Sichtbarmachen und Verschwinden. Die Ausstellung bringt die künstlerischen Werke in einen Dialog und nimmt auf den Zwischenraum Bezug, wobei genug Raum für eigene Assoziationen gelassen wird. Auf diese Weise entsteht neben der Kommunikation der Werke miteinander ein Dialog mit dem allgemeinen Thema und der konkreten Ausformung im Kunstwerk.
Ein geeigneter Ausstellungsraum wurde im zweiten Wiener Gemeindebezirk zur Zwischennutzung gefunden. Dieser war ein
ehemaliger Army-Shop, der nun schon seit über zehn Jahr leer steht und deswegen seine eigene Geschichte, seine Schichten, in Form des Abblättern, preisgibt. Gewissermaßen wird der Ausstellungsraum selbst zum Thema, in dem er einen Zwischenraum repräsentiert.

Credit: Theresa Wey
Mit freundlicher Unterstützung von: BMKOES, Bezirk 1020, Otto Mauer Fonds, Bildrecht, Foto Wien, Naturhistorisches Museum, Makava & wie.bitter

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